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Rot-Blau läutet Feierabend für Südburgenlands Pendler ein

Das Burgenland ist das Land der Pendler. Ob in eine andere Gemeinde, einen anderen Bezirk oder ein anderes Bundesland: Rund 40.000 Burgenländer pendeln täglich. Viele sind dabei auf Park&Ride-Anlagen angewiesen. Doch nicht alle Anlagen erfüllen die gewünschten Standards. Immer wieder klagen Pendler über mangelnde Beleuchtung, eine fehlende Ansprech- und Beschwerdestelle sowie zu wenig vorhandene Stellplätze. Letztere sind vor allem im Süden rar.

Strobl: „Politische Willkür um P&R-Anlage Ollersdorf nicht ausgeschlossen“

Ollersdorfs Bürgermeister Bernd Strobl ortet zwar Bedarf in seiner Gemeinde, blitzte jedoch mit dem Wunsch zur Errichtung einer Park&Ride-Anlage bei der Landesregierung ab. „Bereits 2014 haben wir beim Verkehrskoordinator des Landes um die Errichtung einer P&R-Anlage angesucht. Nach mehreren Urgenzen wurde uns mitgeteilt, dass dafür aus Sicht des Landes keine Notwendigkeit besteht“, erinnert sich Strobl, der den Baudirektor daraufhin zu einer Besichtigung vor Ort eingeladen hat. „Dieser hat zugesagt, sich um eine Lösung bemühen zu wollen. Doch wieder wurden wir enttäuscht“, erzählt der Ortschef.

Eine politisch motivierte Entscheidung schließt Bgm. Bernd Strobl nicht aus. „Wenn der Schriftverkehr einer Gemeinde zwei Jahre lang negiert wird, kann ich politisch motivierte Aktivitäten nicht ausschließen. Darüber hinaus werte ich es als Schlag ins Gesicht für Südburgenlands Pendler, dass SPÖ-Pendlersprecher Wolfgang Sodl die Sache als reine Polemik bezeichnet“, sagt Strobl, dem es dabei nicht allein um seine Gemeinde gehe. „Südburgenlands Pendler haben eine ordentliche P&R-Anlage in ihrer Nähe und eine respektvollere Behandlung durch die sogenannte Landesspitze verdient. Es kann nicht sein, dass im Norden hunderttausende Euro in die Errichtung oder Erweiterung von Park&Ride- sowie Bike&Ride-Anlagen investiert werden, während die Anlage in Ollersdorf die Herrschaften nicht interessiert. Immerhin würde diese nur einen Bruchteil der jüngsten Investitionen in Neusiedl/See, Mattersburg oder Bruck/Leitha kosten“, resümiert Strobl.

Grandits: „Anlage in Ollersdorf für Pendler der gesamten Region sehr wichtig“

Auch Pendlerclub-Obmann Andreas Grandits weiß um die Notwendigkeit der Anlage in Ollersdorf. „Viele Pendler aus Stinatz, Wörterberg, Hackerberg und Burgauberg-Neudauberg nutzen die Linie G1 und sind somit auf die Anlage in Ollersdorf angewiesen. Entsprechend wichtig ist es, dass die Anlage eine gewisse Sicherheit bietet, indem sie asphaltiert sowie morgens und abends gut beleuchtet ist“, sagt Grandits und ergänzt: „Wir müssen der Gemeinde Ollersdorf dankbar sein, dass sie die Fläche für eine Park&Ride-Anlage zur Verfügung stellt, die von Pendlern der ganzen Region genutzt wird. Die Landesregierung ist gefordert, die Anlage entsprechend zu adaptieren.“

Knopf: „Süden hinkt Norden in Sachen Verkehrsanbindung hinterher“

Viele Spaten wurden gestochen, viele Versprechen gebrochen. „Als Ergebnis dieser Politik hinkt der Süden dem Norden in Sachen Verkehrsanbindung bis heute ordentlich hinterher. Alle Bahnausbau-Versprechen der vergangenen Jahrzehnte wurden gebrochen; am Baugrund der S7 rollen noch immer keine Bagger. Zahlreiche Betriebsansiedlungen in den südlichen Bezirken sind in den vergangenen Jahren an fehlender Verkehrsinfrastruktur gescheitert“, mahnt ÖAAB- Bezirksobmann Michael Knopf, der die Anliegen der Pendler kennt. „Die Landesregierung ist gefordert, die Belastungswelle für Burgenlands Pendler in Wien aufzuhalten, zusätzliche Park&Ride-Anlagen zu installieren und das Brechen von Versprechen beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Landessüden zu stoppen“, so Knopf.

Temmel: „Grenzweg Jahre nach Schengen-Öffnung trotz Zusage nicht ausgebaut“

„Als Südburgenländer hat man keine allzu großen Erwartungen an die neuen Verantwortungsträger im Landhaus. Aber wie stiefmütterlich der Süden bei der Mobilität behandelt wird, ist durch nichts zu beschönigen“, ärgert sich Bezirksparteiobmann Walter Temmel und betont: „In den peripheren Regionen gelten oft die gleichen Busfahrpläne wie vor 40 Jahren – als hätte sich rundherum nichts geändert. Dabei sichert eine funktionierende Mobilität die Zukunft einer ganzen Region, weil gut ausgebaute Verkehrswege für die Wirtschaft und damit auch für die regionale Entwicklung eine wesentliche Voraussetzung sind.“

Wie unwichtig Verkehrsprojekte im Landessüden der SPÖ sind, zeigt für Temmel ein weiteres Beispiel. Auch acht Jahre nach der Schengen-Öffnung bietet der Grenzweg zwischen dem ungarischen Szentpeterfa und Moschendorf ein trauriges Bild. „Der Weg ist in miserablem Zustand. Sowohl eine Petition an den Landtag, als auch mehrere Anfragen bei den zuständigen Stellen, eine Beschwerde an die Volksanwaltschaft und eine erfolgreiche Unterschriftenaktion der betroffenen Bewohner blieben erfolglos“, sagt Temmel und fordert die Landesregierung auf, den 330 Meter lange Weg endlich für den Verkehr auszubauen.

Hirczy: „Südburgenlands Pendler drängen auf raschen Ausbau der S7

Um den Entwicklungsrückstand des Südens auszugleichen, hat für Pendlersprecher Bernhard Hirczy die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Szentgotthard und Graz allerhöchste Priorität. „Ohne Anbindung an die Ballungszenten oder das hochrangige Infrastrukturnetz wird es keine wirtschaftliche Entwicklung geben. Wir fordern einen Schulterschluss mit anderen Ländern und ein rasches Umsetzen längst versprochener Ankündigungen. Nur so können sich bestehende Betriebe besser entwickeln und neue Wirtschaftstreibende in die Region gelockt werden“, sagt Hirczy.

Seit zehn Jahren vertröstet Burgenlands SPÖ die Bevölkerung im Lafnitztal, Raabtal und dem Neuhauser Hügelland mit dem Baustart der S7. Dabei genügt die veraltete Verkehrsinfrastruktur entlang der B319 den Anforderungen der aufstrebenden Region längst nicht mehr. „Die Schnellstraße bringt mehr Verkehrssicherheit, mehr Lebensqualität in den Gemeinden und ist ein starker Impuls für die regionale Wirtschaft des Südburgenlandes“, sagt Hirczy abschließend.

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